Ziel der Schwachstellenanalysen von Deichen oder Dämmen ist die Bewertung des IST-Zustandes hinsichtlich geotechnischer, geometrischer sowie topographischer, anthropogener und geogener Kriterien. Diese beinhalten u. a.
Tragsicherheitsuntersuchungen an den Böschungen, Untersuchung der
vorhandenen Ausbildung und visuelle Bewertungen des Zustandes. Im Ergebnis des Kriterienvergleiches stehen die Bewertung
der Funktionsfähigkeit und die evtl. erforderliche Ausweisung von
differenziertem Sanierungsbedarf für den jeweils betrachteten Deich- oder Dammabschnitt.
Besonders in ausgewiesenen Altbergbau- oder Karstgebieten ist im Untergrund häufig mit Hohlräumen unbekannter Tiefenlage und Ausdehnung zu rechnen. Die Hohlräume können auf anthropogene Einflüsse zurückzuführen (z.B. Altbergbau) oder geogenen Ursprungs (Subrosion, Verkarstung) sein. Um schädigende Einflüsse auf geplante oder bestehende Bauwerke auzuschließen bzw. das Gefährdungspotential abschätzen zu können, ist eine möglichst präzise Hohlraumortung erforderlich.